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  Comer-See Region

Der See

 

Flaubert hat hier alle Stimmungen der Natur vereint gefunden. Shelley erschien er wie ein gewaltiger Fluss, der zwischen Bergen und Wäldern dahinfließt. Stendhal hat ihn als üppig, streng und erhaben bezeichnet und pries sein mediterranes Klima. Für Liszt gab es auf der Welt keinen geeigneteren Ort für die leidenschaftliche Liebe. Und man könnte die Liste noch lange fortsetzen mit Manzoni, Fogazzaro, Bellini, Wagner, Lucini und vielen anderen. Schon seit den Zeiten von Julius Caesar, der den See zuerst mit dem Namen Larius benannte, ist der Comer-See die Wahlheimat von Künstlern und Dichtern, Musikern und romantischen Seelen jeglicher Herkunft und Kultur gewesen.

Lago di Como

Wenige Orte auf der Welt können sich mit dem Eindruck messen, den diese unbewegliche Wasserfläche vermittelt, die in eine märchenhafte Landschaft mit schneebedeckten Gipfeln, grünen Tälern und sich dahinwindenden Wasserläufen eingebettet ist, die in  sie einmünden und mit dem Blau des Himmels verfließen. Der Ort steht für die Weltliteratur, ist die ideale Szenerie für den Dichter und den Komponisten, die hier die Werke schaffen, die dazu bestimmt sind, sie unsterblich zu machen. Ein Ort zum Träumen und ein Ort der Seufzer für die Jungverliebten und für gequälte Herzen, der auch auf großartige Weise von George Lucas unsterblich gemacht wurde in der aufwändigsten und  an Shakespeare gemahnenden Episode von Star Wars.

Er ist der drittgrößte italienische See und der tiefste auf dem ganzen europäischen Kontinent. Mit seiner schmalen und langgezogenen Form, die einem umgekehrten Y gleicht, erinnert er an einen Fjord. Seine 170 Kilometer Uferlänge liegen auf die lombardischen Provinzen Como und Lecco verteilt und sind von eleganten Patriziervillen, Abteien und alten Fischer- und Handwerkerdörfern gesäumt. Ein außergewöhnliches Gleichgewicht zwischen Natur und Kultur, das über die Jahrhunderte gebaut und aufrechterhalten wurde.



Der Comer-See ist eine Örtlichkeit, die man langsam erkunden sollte, vorzugsweise mit dem Boot, zu fuß, mit dem Fahrrad, oder zu Pferd. Von den berühmten Orten wie Bellagio, Varenna, Tramezzina, der Insel Comacina und Capo Spartivento bis zum zauberhaften Gebiet von Tre Pievi und bis zum Alto Lario. In Gravedona kann man die Kirche Santa Maria del Tiglio entdecken, ein Meisterwerk der Romanik von Como, das auf das 12. Jahrhundert zurückgeht. Und im Naturschutzgebiet Pian di Spagna kann man in eine unberührte Landschaft eintauchen. In Domaso und in Gera kann man sich dem Windsurfen und anderen Wassersportarten hingeben. In Menaggio kann man Golf  spielen. Und überall, wo Sie sich auch befinden, gibt es ein Restaurant oder einen Gasthof, wo Sie die Köstlichkeiten der Gastronomie der Gegend von Como kosten können, aber auch Wildpret und Käse.

„Nichts im Universum ist mit der Faszination dieser glühend heißen Sommertage zu vergleichen, die ich an diesem See verbracht habe“, bestätigte Stendhal im Jahr 1812.
In den fast zwei Jahrhunderten seither hat  sich der Comer-See seine ganze Faszination bewahren können...